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Die absolute stilistische Bedeutung als sprachimmanentes Merkmal der lexischen Einheit.

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Die absolute stilistische Bedeutung ist der zentrale Begriff der Stilistik; das ist eine linquistische Erscheinung, die die qualitative und quantitative linguistische Verwendung der sprachlichen Einheit in Kontext bedingt. Sie fügt eine zusätzliche Information zur lexischen und grammatischen Bedeutung hinzu: damit hilft sie, den Gebrauchswert der sprachlichen Einheit zu bestimmen. Wenn wir über die absolute Stilistische Bedeutung sprechen, sprechen wir über die stilistische Bedeutung der isolierten Wörter (ohne Bezug der anderen Wörter).

Sie ist kein einheitlicher Begriff, weil sie aus drei Komponenten besteht:

Aus funktionaler Stilfärbung (man unterscheidet in der Sprache fünf funktionale Stile; darunter versteht man die Verwendungsweise der Sprache auf einem bestimmten Gebiet der menschlichen Tätigkeit: Stil des offiziellen Verkehrs, Stil der Alltagsrede, Stil der Belletristik (künstlerische Verwendung der Sprache), wissenschaftlicher Stil, Stil der Prosa und der Publizistik. In jedem Stil gibt es bestimmte Wörter und Wendungen, die die Stilzüge jedes konkreten Stils präzisieren: die Präposition „zwecks mit Gen.“ gehört zur Lexik des Stils des offiziellen Verkehrs;

Aus normativer Stilfärbung (die Grundlage jedes Funktionalstils bilden neutrale Wörter mit normalsprachlichen) Als Grundnorm bezeichnet man die Stilfärbung, die in allen Stilen als Nullfärbung, als neutrale Basis empfunden wird: die Verben „heiraten, sich verheiraten“ sind allgemeinver­ständlich und allgemeingebräuchlich; sich vermahlen ist schon gehoben (Stilfärbung);

Aus dem Vorhandensein/Nichtvorhandensein der Expressivität. Expressivität der Sprache ist eine ungewöhnliche Ausdrucksweise, die durch eine Anziehungskraft, Lebendigkeit, Frische und Originalität gekennzeichnet ist. Expressivität als Konzept ist unwahrscheinlich vielgesichtig. Am öftesten kommt sie in der Sprache als Ausdruck verschiedener Emotionen zum Vorschein. Man sagt: Alles, was emotional ist, ist expressiv. Eine besondere Richtung in der Stilistik ist expressive Stilistik (der Begründer ist Ch. Bally); erforscht expressive Elemente des Sprachsystems aus der Sicht ihres emotionalen Gehalts, d.h. alle Erscheinungen der Sprache aus dem Bereich der Emotionen.

 

Diese Dreiteiligkeit ist eine Art Matrize, nach der die stilistische Bedeutung jedes Wortes betrachtet werden kann. Deshalb sieht das linguostilistische Model des neutralen Wortes so aus:

n1 n2 n3

‘ n1 — in jedem Funktionalstil verwendbar, das heißt allgemein gebräuchlich; bildet Basis aller sprachlichen Äußerungen;

‘ n2 — normalsprachlich (nach dem Verhältnis zur literarischen Norm), d.h. allgemein verständlich. Alle Menschen, unabhängig von ihrem sozialen Status und Bildung, gebrauchen solche Wörter.

‘ n3 — besitzt keine Ausdruckskraft, d.h. ist nicht expressiv; alle Wörter, die zum stilistisch-undifferenzierten Wortbestand gehören, haben immer dieses linguostilistische Modell.

Jedes Wort hat eine stilistische Bedeutung, die aus drei Komponenten besteht

Lexische Einheit funktionale Stilfärbung nominative Stilfärbung (Rieselsche Skala) Expressiv/nicht expressiv
Fahrrad, m n1 — in allen Stilen verwendbar n2 — normalsprachlich im Verhältnis zur Norm keine Expressivität (liegt vor)
Drahtesel, m im Stil der Alltagsrede verwendbar umgangssprachlich (-1 Stufe) expressiv (emotional, anschaulich, bildhaft, deshalb ist expressiv)

 


Дата добавления: 2015-07-24; просмотров: 359 | Нарушение авторских прав


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Zum Verhältnis der lexischen, grammatischen und stilistischen Bedeutung.| Theorie des funktionalen Stils.

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