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Strategische Partnerschaft

Russland. Mehr russische Energie für China

Russland ist der weltgrößte Energielieferant der Welt, China der weltgrößte Energieverbraucher. Jetzt haben sich beide Länder nach harten Verhandlungen auf neue Lieferverträge geeinigt.

Russland will in den kommenden Jahren deutlich mehr Erdöl nach China liefern. Das haben der russische Energiekonzern Rosneft und das chinesische Staatsunternehmen CNPC beim Antrittsbesuch des neuen chinesischen Präsidenten Xi Jinping mit seinem russischen Kollegen Wladimir Putin in Moskau vertraglich festgelegt.

Wie Rosneft-Chef Igor Setschin mitteilte, wird das Unternehmen nach und nach die Liefermenge bis auf 31 Millionen Tonnen pro Jahr erhöhen. Bisher bekam China 15 Millionen Tonnen russisches Öl. Im Gegenzug gewährt die chinesische Staatsbank dem vom Kreml gesteuerten Unternehmen ein zwei Milliarden Dollar schweres Darlehen über 25 Jahre.

Bis Ende des Jahres wollen China und Russland auch einen Deal über größere Erdgaslieferungen für China besiegeln

Auch ein Milliarden schwerer Gasvertrag ist fast in trockenen Tüchern: Das russische Staatsunternehmen Gazprom werde dem chinesischen Partner CNPC von 2018 an mindestens 38 Milliarden Kubikmeter Gas pro Jahr liefern, kündigte Konzernchef Alexej Miller an. Bis zum Jahresende soll der Vertrag unterzeichnet werden. Jahrelang hatten die Vertragspartner über den Preis verhandelt.

Erfolgreiches Treffen

Daneben vereinbarten Russland und China zahlreiche weitere Abkommen. Bei einer live im russischen Staatsfernsehen übertragenen Zeremonie sicherten sich die beiden UN-Vetomächte eine engere strategische Zusammenarbeit zu. Putin sprach von einem "historischen Besuch mit positiven Ergebnissen".

"Die chinesische Delegation wird ihre Arbeit in Russland morgen fortsetzen, aber ich kann schon jetzt mit voller Überzeugung sagen, dass der Staatsbesuch des chinesischen Führers ein voller Erfolg ist", so der russische Präsident. Xi erklärte, die chinesisch-russische Zusammenarbeit beim Thema Energie sei "allumfassend, groß und übergreifend". Es ist seine erste Auslandsreise seit seiner Wahl vor einer Woche.

Strategische Partnerschaft

Der russische Präsident lobte bei dem Treffen im Kreml die Beziehungen zwischen Moskau und Peking als tonangebend für die Weltpolitik. In den vergangenen Jahren hätten die beiden UN-Vetomächte viel dafür getan, ihre Kontakte zu verbessern. Xi erwiderte, das Verhältnis sei besser denn je. In Zukunft müssten beide Länder sich stärker gegenseitig unterstützen, um ihre Souveränität, Sicherheit und Entwicklungsinteressen zu schützen.

Am Samstag will Chinas Staatschef den russischen Regierungschef Dmitri Medwedew treffen. Am Sonntag reist er weiter nach Tansania, Chinas ältestem Verbündeten in Afrika. Von dort aus besucht er schließlich Südafrika und die Republik Kongo. Anschließend nimmt er, wie auch Putin, am Gipfel der fünf Schwellenländer Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika, den so genannten Bric-Staaten, im südafrikanischen Durban teil.

nem/wl (dpa, rtr, afpd, afp)

 


Дата добавления: 2015-10-24; просмотров: 58 | Нарушение авторских прав


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