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E) Die ostbaltische Rasse

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  6. C) Die dinarische Rasse
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Man kann finden, daß Zeichner, welche verschlagene, rachsüchtige, knechtische oder verbissene Menschen darstellen wollen, diesen leibliche Merkmale der ostbaltischen Rasse verleihen. Auch bei Darstellung dumpfen oder gierigen, haßerfüllten oder fessellos erregten Wesens, vor allem bei Menschen der untersten Volksschichten, werden (wie auch Zeichnungen von Käthe Kollwitz zeigen können) oft zur Kennzeichnung Merkmale der ostbaltischen Rasse gewählt.

Ostbaltische Menschen erscheinen Fremden gegenüber zunächst als verschlossen, grüblerisch, schwerfällig, mißtrauisch, oder auch lauernd, scheinbar zufrieden mit wenigem, auch dumpf oder verbissen arbeitsam. Bei näherem Eindringen in ihr Wesen verraten sich viel verwickeltere Züge. Der ostbaltische Mensch kann Vertrauteren gegenüber sehr gesprächig werden und eine nie ganz gestillte Unzufriedenheit enthüllen, eine uferlos schweifende, verschwimmende Einbildungskraft, welche das Gespräch immer wieder wortreich abirren läßt in wirre Vorstellungen und Pläne, denen aber bei dem ostbaltischen Mangel an Wirklichkeitssinn und Entschlußfähigkeit kaum gestaltende, eine Sache fördernde Handlungen folgen. Bei allem schweifenden Plänebereden ist der ostbaltische Mensch doch Neuerungen abhold, läßt schließlich alles beim Alten, stellt alles „in Gottes Hand“, immer wieder einem dumpfen oder düsteren Glauben an ein Verhängnis verfallend. Dabei hält er viel aus an Entbehrungen, Bedrückungen und Leiden.

Ostbaltische Menschen neigen zum Massengeist und Geführtwerden und werden dadurch bei angemessener Führung, zumal ihnen zumeist ein lebhafter Vaterlandssinn eignet, zu willigen Untertanen, deren Anhänglichkeit an sie leitende Menschen sich bis zur Unterwürfigkeit steigern kann. Nahestehenden gegenüber sind ostbaltische Menschen meist hilfreich und gastfrei, oft überschwenglich entgegenkommend, zu ihren Angehörigen zärtlich. Fernerstehenden gegenüber neigen viele ostbaltische Menschen zur Verschlagenheit und bei Anlässen dazu auch zu berechnender Rachsucht. Eine Neigung zu Roheit und Hinterlist ist unverkennbar, Sie bedingt es wahrscheinlich, daß Ostpreußen, Posen und Schlesien „kriminell stark belastet“ (Aschaffenburg) erscheinen, vor allem durch gefährliche Körperverletzung und einfachen und schweren Diebstahl.

Was am ostbaltischen Menschen für die Menschen der anderen europäischen Rassen besonders auffällig ist, das ist das rasche Umschlagen seiner Stimmungen. von wütendem Zorn gegen einen Menschen zu versöhnlicher Reue, die sich vor diesem Menschen selbst anklagt, ja in Selbstanklagen schwelgt, von Niedergeschlagenheit in übersteigerte Ausgelassenheit, von stumpfer Gleichgültigkeit in Eiferwut (Fanatismus), von Unterwürfigkeit in Überheblichkeit, vom Sparen in verbissen arbeitsamen Wochen zu unbesonnener Verschwendung, die in blinder Vernichtungswut enden kann. „Nihilismus“ ist eine ostbaltische Stimmung.

Der ostbaltische Mensch ist ein guter Menschenkenner und oft ein eindringlicher Menschenschilderer, wenn auch seinen Schilderungen immer etwas Wirres und Schweifendes anhastet, seinen Erzählungen eine Neigung zu verbissen-ratlosen Stimmungen. Schauspielerische und tonkünstlerische Begabung, diese auch mit der Neigung zum Zerfließenden, Unbestimmten, sind innerhalb der ostbaltischen Rasse häufig. Gering ist im allgemeinen die leibliche Reinlichkeit und die Reinlichkeit der Wohnungen.

 


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