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Der deutsche Minnesang

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Heldenepos. Das Niebelungenlied

Das Nibelungenlied ist ein mittelalterliches Heldenepos. Es entstand zu Beginn des 13. Jahrhunderts und wurde in der damaligen Volkssprache Mittelhochdeutsch geschrieben. Der Titel, unter dem es seit seiner Wiederentdeckung Mitte des 18. Jahrhunderts bekannt ist, Der Verfasser des Nibelungenliedes nennt sich im Text nicht.

Das Nibelungenlied ist die wichtigste hochmittelalterliche deutsche Ausformung der Nibelungensage, deren Ursprünge bis in das heroische Zeitalter der germanischen Völkerwanderungzurückreichen. Ein historischer Kern oder Anknüpfungspunkt der Sage ist die Zerschlagung des Burgunderreiches im Raum von Worms in der Spätantike (um 436) durch den römischenHeermeister Aëtius mit Hilfe hunnischer Hilfstruppen.

Weitere historische Ereignisse, die hier vermutlich eine Rolle spielen, sind die Hochzeit zwischen Attila und der wahrscheinlich germanischen Fürstentochter Ildikó (453), sowie, nach Meinung mancher, auch der Streit im Hause der Merowinger zwischen Brunichild und Fredegunde. Durch die Mechanismen mündlicher Überlieferung und die dichterische Ausgestaltung des Stoffes bewahrte die Nibelungensage aber kaum noch authentische historische Erinnerungen (am ehesten Namen).

Auch Pilgrim von Passau ist eine Person, die in Sage und Wirklichkeit vorkommt. Seine väterlichen Vorfahren lassen sich, über die Sieghardinger, bis in den Wormser Raum zurückverfolgen.

Der deutsche Minnesang

Minnesang nennt man dieschriftlich überlieferte, hoch ritualisierte Form der gesungenen Liebeslyrik, die der westeuropäische Adel im hohen Mittelalter pflegte, den Kaiser selbst eingeschlossen. Im deutschen Sprachraum kann man ab etwa 1155 von einem Minnesang auf Mittelhochdeutsch sprechen. Die im Minnesang gepflegte Version des Hochdeutschen ist der erste bekannte Versuch einer Vereinheitlichung der deutschen Literatursprache. Erst 400 Jahre später erfolgt der zweite Versuch durch Martin Luther. Im Spätmittelalter (ab etwa 1250) lösen andere Gattungen den höfisch-ritterlichen Minnesang ab.

Minnesang versteht sich wesentlich als ritterliche Liebhaberei und innerhalb der höfischen Ritterkultur als Konkurrenz hochadeliger Ritter untereinander – analog zu den anderen Formen des Wettkampfes, etwa dem Turnier.Der geglückte Vortrag eines Minneliedes durch einen Ritter ist in erster Linie als kultureller Kompetenzbeweis zu begreifen – ähnlich einem Jagderfolg oder einem Sieg im Ritterturnier auf sportlichem Gebiet. Das Lied richtet sich an eine verehrte Dame der Gesellschaft (Frauendienst), ist jedoch kein Ausdruck lebensweltlicher Verhältnisse. Eine biografische Authentizität, wie sie die allerfrüheste Literaturforschung annahm, ist zwar nicht grundsätzlich und in allen Fällen auszuschließen, dürfte aber nur eine geringe Rolle gespielt haben: Minnesang ist keinromantischer Gefühlsausdruck, auch keine Erlebnislyrik, sondern ein ritterlich-ethisch geprägtes Sprach- und Musik-Ritual, – vergleichbar der dem Minnesang in Italien folgendenpetrarkistischen Liebeslyrik des dolce stil nuovo seit Francesco Petrarca in der strengen Form des Sonetts, die nun, in der beginnenden Renaissance, allerdings nicht mehr dem adeligen Ritter oblag.

7. Aufklärung in der deutschen Literatur

Der Literatur der Aufklärung werden allgemein Werke zugeordnet, die zwischen 1720 und 1800 entstanden sind und bewusst oder unbewusst die Ideen des Zeitalters der Aufklärungvertreten. In der Zeit der frühen Aufklärung begann das Bürgertum seinen Aufstieg innerhalb des absolutistischen Staates. Die Literatur wandte sich an das bürgerliche Publikum. Sie wollte keine Fürsten mehr preisen. Es entstanden neue literarische Formen.

Die Literatur der Aufklärung hatte vor allem eine erzieherische Funktion und forderte die „sittliche Besserung“ des Menschen. Mit ihren Gedanken knüpft sie an die durch die Renaissancewiederbelebten antiken Ideale und Sichtweisen an. Besonders das gebildete und wohlhabende Bürgertum war bestrebt, sich von den dogmatischen Lehren der Kirche und der „geistigen Bevormundung“ durch die Obrigkeiten zu befreien, um eine „Emanzipation des Denkens“ einzuleiten.

Der bedeutendste Autor der Frühaufklärung war Christian Fürchtegott Gellert mit seinen Fabeln, eine literarische Form, die zu dieser Zeit aufblühte, weil sie sich besonders für die Umsetzung der didaktischen Intention der Schriftsteller eignete. Die bedeutendste Figur im literarischen Leben war Johann Christoph Gottsched. Sein wichtigstes Werk stellte eine Sammlung von Theaterstücken dar, die er unter dem Titel Deutsche Schaubühne veröffentlichte. Sein Versuch einer critischen Dichtkunst vor die Deutschen (1730) orientierte sich an derFranzösischen Klassik. Mit seiner Dramentheorie beeinflusste er maßgeblich die Entstehung des klassischen deutschen Dramas, wurde aber zugleich von vielen Seiten scharf kritisiert. Der sterbende Cato aus dem Jahr 1732, sein Versuch, ein Regeldrama zu verfassen, gilt als gescheitert. Gottsched organisierte die deutsche Übersetzung von Peter Baylens historisches und kritisches Wörterbuch (Leipzig 1741–1744). Er setzte sich zudem für eine einheitliche deutsche Hochsprache ein.[5]

Wesentliche Anregungen bezog die deutsche Literatur der Aufklärung aus Frankreich. Schiller und Lessing übersetzten Werke von Denis Diderot.[6] Goethe nutzte eine Schaffenskrise zur Übersetzung folgender Werke: Tancred und Mahomet, beide von Voltaire (1802), und Le Neveu de Rameau von Diderot (1804). Für die Verbreitung der Ideen der Aufklärung setzten sich auch teilweise Geheimbünde wie die Illuminaten ein.

8.Die Frühaufklärung in der deutschen LIteratur

Als Frühaufklärung bezeichnet man die Frühphase der Aufklärung, in der das Gedankengut der Aufklärer vornehmlich durch geheime und anonyme Texte verbreitet wurde. Zu den bekanntesten Vertretern der Frühaufklärung in Deutschland zählen Christian Thomasius und Christian von Wolff. Johann Christian Edelmann bekannte sich als erster deutscher Gelehrter zum Spinozismus.

Die Berliner Aufklärung war ein Zentrum der Richtung in der Zeit Friedrich II. (Preußen) des Großen.

9. Lessingsperiode in der Aufklärungsliteratur

Das Drama spielte in der Aufklärung eine besondere Rolle. Hier hoffte man die Zuschauer und Leser besser erziehen und verändern zu können, als in anderen literarischen Gattungen. Im 18. Jahrhundert versuchten viele Bürgerliche sich als Schauspieler zu bewerben, um Rollen zu spielen, die ihnen im wirklichen Leben versagt blieben. Lessing, der Gottscheds Dramentheorie und -praxis stark kritisierte, hatte die Idee von einem deutschen Nationaltheater. Dieses Theater sollte nicht von anderen Ländern beeinflusst werden und musste aktuell sein. Lessing brachte die Entwicklung des bürgerlichen Dramas weit voran. Mit Minna von Barnhelm, Emilia Galotti und Nathan der Weise schuf Lessing Werke, die bis heute noch zum Standartrepertoire vieler Bühnen gehören. Seine wohl wichtigste Tragödie ist der Nathan. In diesem Drama bricht Lessing mit der bisherigen Theatertradition, dass Juden nur als lächerliche Darsteller auf der Bühne waren. Außerdem kämpft er damit gegen antisemitische Vorurteile.
Die Bürgerlichen Dramen waren im eigentlichen Sinne gar nicht "bürgerlich", denn die handelnden Personen stammten weiterhin aus dem Adel. Doch verkörperten einige Adlige bürgerliche Tugenden und Vorstellungen. Lyrik der Aufklärung

Die höfische Dichtung wurde in der Lyrik schon zu Beginn des 18. Jahrhunderts und damit viel eher abgelöst, als in der Epik oder im Drama. Die Lyrik der Aufklärung besaß eine große Formenvielfalt: sie reichte von Gedankenlyrik, Lehrgedichten über Oden und Hymnen bis zu Balladen. Die Aufklärungslyrik war von Subjektivität und teils starken Gefühlsregungen bestimmt.
Die Fabel erlebte im 18. Jahrhundert ihren Höhepunkt, obwohl ihre Geschichte schon über 2000 Jahre alt ist. Der Grieche Äsop schrieb im 6. Jahrhundert vor Christus die ersten Fabeln, welche später zum Vorbild für viele andere Fabeldichter wurden. Lessing fasste sogar eine eigene Fabeltheorie (1759) ab. Er hatte die Absicht, das Selbstwertgefühl des Menschen zu stärken, indem er die Schwächen des Menschen aufzeigte.
Die Struktur der Fabel unterscheidet sich von einem Dichter zum anderen. Eines haben sie aber alle gemeinsam: das menschliche Handeln und Denken sowie Andeutungen von gesellschaftlicher und sozialer Probleme wurde auf die beseelte und unbeseelte Natur übertragen. Veranschaulicht wurde dies durch satirische Elemente und durch eine erzieherische und belehrende Erzählweise.

10. Sturm und Drang als Dritte Periode in der Aufklärungsliteratur
Sturm und Drang (auch Geniezeit oder Genieperiode) bezeichnet eine Strömung der deutschen Literatur in der Epoche der Aufklärung, die etwa von 1767 bis 1785 hauptsächlich von jungen, etwa 20- bis 30-jährigen Autoren getragen wurde.

Doch bereits in Friedrich Gottlieb Klopstocks Oden von 1750 zeigte sich, dass dieses Reglement zu eng gefasst war. Mit dieser Demonstration gegen die rein verstandesmäßige Haltung der Aufklärung war der Grundstein für die Überwindung der Vernunftherrschaft und eine Entfesslung des Gefühlsüberschwangs, der Fantasie und der Gemütskräfte als neuer dichterischen Grundhaltung gelegt.

Diese erneuernde Bewegung, die wie ein Ruck durch die deutschsprachige Literatur ging, war in ihrem bürgerlich-jugendlichen Charakter von einem hohen Idealismus gekennzeichnet: Fülle des Herzens und Freiheit des Gefühls, Ahnung und Trieb, emotio statt ratio. Das Aufbegehren der Jugend hatte nun sein literarisches Äquivalent gefunden, eine neue Generation deutschsprachiger Schriftsteller fand in den Thesen Johann Gottfried Herders den Widerhall ihrer Erfahrungen und Gefühlswelt.

Herder, der zu einem Wegbereiter des Sturm und Drang wurde, kritisierte die Arroganz der Aufklärung gegenüber dem einfachen Volk und forderte dazu auf, auch die "Ächtheit" und Tiefe von Volkslied und -dichtung als Kunst anzuerkennen. Auch Heinrich Wilhelm von Gerstenbergs Ugolino (1768) kann man in die Frühphase des Sturm und Drang einordnen.

Das Persönlichkeitsideal der jungen Generation in der deutschen Literatur des ausgehenden 18. Jahrhunderts wendete sich gegen Autorität und Tradition. An Stelle einer erlernbarenRegelpoetik, die man in Dichterakademien lernen konnte, setzten die „jungen Wilden“ die Selbstständigkeit des Original-Genies, das sein Erleben und seine Erfahrungen in eine individuelle künstlerische Form brachte, die mit den Regeln der traditionellen Poetik sehr frei umging. Außerdem war der Sturm und Drang wesentlich von Historismus und Irrationalismus geprägt. Man wandte sich von der aufklärerischen ratio ab und begann die emotio ins Zentrum zu rücken.

Die überkommenen Regeln wurden mit Verweis auf das eigene Können und die Kraft genialer Originalität als Krücken verworfen, die das gesunde Genie der jungen Autoren nicht benötige. Nicht in eine Form sollte das Werk passen, sondern in die Welt, wie die Generation des Sturm und Drang sie erlebte, ihr Lebensgefühl widerspiegelnd.

11. Der Weimarer Klassizismus Die Forderungen nach Einheit, Gleichheit und Brüderlichkeit spielen in der Weimarer Klassik eine wichtige Rolle, da sie fast zeitgleich mit der französischen Revolution beginnt. Zu dieser Zeit war das Deutsche Reich sehr instabil. Schiller sagte dazu: „Indem das politische Reich wankt, hat das geistige sich immer fester und vollkommener gebildet“

Ein genauer Zeitraum der Weimarer Klassik lässt sich mit Goethes Italienreise im Jahre 1786 und mit Schillers Tod 1805 eingrenzen.Als ‚klassisch’ bezeichnet wurden Kunstwerke und Dichtungen, die man für ‚mustergültig’ hielt. Das antike Griechentum war genau dieses musterhafte, unerreichbare Vorbild. Es ist ein Muster für Humanität (Harmonie) und der künstlichen Darstellung des „schönen Menschen“. Hauptvertreter

Die beiden Hauptautoren der Klassik waren Johann Wolfgang von Goethe und Friedrich Schiller.

Bekannte Werke von Goethe sind: Götz von Berlichingen, Iphigenie auf Tauris, Wilhelm Meisters Lehrjahre, Faust I, Faust II, Joseph Freiherr von Eichendorff schrieb 1851: „Goethe ist, wie Blücher und Napoleon, fast schon bei Lebzeiten eine mythische Person geworden, an der die Nachkommen; ein jeder nach seinem individuellen Maß und Talente, bildend fortdichten.“

Johann Christoph Friedrich Schiller wurde am 10.11.1759 in Marbach am Neckar geboren. Sein Vater Johann Caspar Schiller war Offizier und später Hofgartenverwalter, seine Mutter Elisabeth Dorothea Kodweiß war die Tochter eines Gastwirtes.

Am 09.05.1805 starb Schiller an einer durch eine Tuberkuloseerkrankung hervorgerufenen akuten Lungenentzündung in Weimar.

Bekannte Werke von Schiller sind: Die Räuber, Kabale und Liebe, Don Carlos, die Horen, Maria Stuart, Die Jungfrau von Orleans, Wilhelm Tell,

12.Die romanische Bewegung in Deutschland
Die Romantik etablierte sich in Deutschland anfangs vor allem als ästhetisch-literarische Bewegung, erfasste aber bald die Gesamtheit des geistig-kulturellen Lebens, wobei sich drei Phasen unterscheiden lassen: die Jenaer Frühromantik (ab 1798), die Heidelberger Hochromantik und die Spätromantik mit den Mittelpunkten Dresden, Schwaben, München und Wien. Auch Berlin war in allen drei Phasen ein bedeutendes Zentrum.Als erste literarische Zeugnisse gelten Wilhelm Heinrich Wackenroders (von Ludwig Tieck herausgegebene) Herzensergießungen eines kunstliebenden Klosterbruders (1797) und Tiecks Romanfragment Franz Sternbalds Wanderungen (1798), die in unterschiedlicher Weise Betrachtungen über das Wesen der Kunst und des Künstlerlebens anstellten. Als eigentlicher Beginn der literarischen Romantik wird gewöhnlich die Vereinigung der Brüder Friedrich und August Wilhelm Schlegel, Friedrich von Hardenbergs (Novalis), Schellings und Wilhelm von Humboldts in Jena angesehen. In dieser bald durch Tod und Zwistigkeiten gesprengten, noch vom Geselligkeitskult der Empfindsamkeit geprägten Freundes- und Schaffensgemeinschaft kam auch den beteiligten Frauen, wie Dorothea Veith (spätere Gattin F. Schlegels) und Caroline Böhmer (spätere Gattin Schellings und A. W. Schlegels), eine bedeutsame Rolle zu. Hier entstanden die ersten programmatischen Schriften und Dichtungen, die zum Teil in der Zeitschrift Athenäum (1798-1800) publiziert wurden. Von großer Wirkung für die Verbreitung romantischen Gedankengutes waren August Wilhelm Schlegels Berliner Vorlesungen Über die schöne Kunst und Literatur (1802-1805).

Der führende Kopf der Heidelberger Romantik war neben Joseph von Eichendorff Joseph von Görres, der mit der Herausgabe der Teutschen Volksbücher (1807), ähnlich wie Achim von Arnim und Clemens Brentano mit ihrer Sammlung Des Knaben Wunderhorn (1806-1808), die Volkspoesie wieder ins allgemeine Bewusstsein rief. Durch die Lehrtätigkeit Schleiermachers und anderer Romantiker in Berlin und München (Schelling) fand die Romantik allmählich weite Verbreitung und wurde zur beherrschenden geistig-literarischen Bewegung, anfänglich mit Anteilnahme und Unterstützung Goethes.

Zu einem Zentrum romantischer Geselligkeit in Berlin entwickelte sich der Salon der Rahel Varnhagen, wo noch die Generation der Spätromantiker ein reiches Diskussions- und Begegnungsfeld fand. Neben Ludwig Tieck, Heinrich von Kleist, Adam von Müller und Friedrich de la Motte-Fouqué wurde E. T. A. Hoffmann, Initiator und Mittelpunkt des Kreises der “Serapionsbrüder”, der führende Repräsentant der Berliner Romantik. Weitere Wirkungszentren der Spätromantik, die sich vom Philosophisch-Spekulativen der Frühzeit löste und auch deren politisch-visionäre Züge zugunsten einer affirmativen Haltung aufgab, waren München (Schelling, Görres), Schwaben (Eduard Mörike, Ludwig Uhland) und Wien (Eichendorff, A. W. Schlegel, Friedrich Gentz).

13. Die Romantik der Zeit der Befreiungskriege

Durch die Befreiungskriege, die zwischen 1813 und 1815 stattfanden, wurde das Machtgleichgewicht in Europa wieder hergestellt.

Die Romantik schloss Wissenschaftliches Denken und Handeln in Wirklichkeit jedoch nicht aus. Auch sie hatte wissenschaftliche Leistungen hervorzubringen, die durch genaueres Forschen entstanden waren, z.B. begannen di Brüder Grimm mit der Erforschung der deutschen Sprache und Literatur, was den Anfang der Germanistik darstellte. Auch die Geschichtswissenschaften hatte ihren Ursprung in der Romantik, sowie sich auch Romantiker politisch engagierten. Sie unterstützten das Streben der Deutschen nach einer einheitlichen Nation zur Zeit der Befreiungskriege. Die romantischen Dichter und Philosophen kamen in Universitätsstädten zu Freundeskreisen zusammen. Das Hauptergebnis der Romantik war für ihre Vertreter der Roman. Sie sahen ihn als diejenige Textsorte an, in der man alle Grenzen lösen konnte, ohne schlecht dargestellt zu werden. Für die Nachwelt ist die romantische Lyrik die Wichtigste literarische Form. Ihre Bildlichkeit, die Möglichkeit Dinge auszudrücken, wie es anders nicht geht, passt zu der Weltsicht der Romantik. Die Wichtigsten Vertreter der Frühromantik sind: Friedrich Schlegel (1772-1823), und Ludwig Thiek (1773-1853), sowie in der Spätromantik Clemens Brentano (1778-1822), Joseph von Eichendorff (1788-1857), E.T.A. Hoffmann (1776-1822), sowie Jacob und Wilhelm Grimm (1785 bzw. 1786 - 1863 bzw. 1859).
 

 

14. Die Spätromantik

Die Spätromantik bezeichnet eine kunsthistorische und literarische Epoche zwischen 1815 und 1848. Zentren waren Berlin, Wien, Nürnberg, Karlsberg, Heidelberg.

Die “Spätromantik” war auch bekannt als “Berliner - Romantik”, da ihr Ursprung und Mittelpunkt in Berlin war. Doch der eigentliche Mittelpunkt der “Berliner - Romantik” war der >Salon von Rahel Varnhagen von Ense<. Da sich dort >Adelbert von Chamisso<, >Friedrich de la Motte Fouqué<, und aus Heidelberg >Achim von Arnim< und >Clemens Brentano< regelmäßig trafen. Zu ihrer Runde gehörte aber auch der Dichter, Musiker und Maler >Ernst Theodor Amadeus Hoffmann<. An Seinen Werken nahmen sich Dichter und Schriftsteller auch in anderen Ländern wie z.B. Amerika,

Frankreich und Rußland ein Beispiel. Nun spielten zum ersten Mal auch Frauen eine anerkannte Rolle in dem literarischen Leben, wie z.B. Rahel Varnhagen, Caroline Schlegel - Schelling, Bettina von Arnim und Caroline von Günderode. Es gab auch eine Art der Romantik, die man die “Schwäbische Romantik” nennt. Das wohl größte

Erzählertalent seiner Zeit war Wilhelm Hauff mit seinem Ritterroman Lichtenstein, den Phantasien im Bremer Ratskellerund den sagenhaften Märchen wie Kalif Storch, Der kleine Muck, Zwerg Nase und das kalte Herz. Zu diesem Abschnitt gehört auch Ludwig Uhland mit seinen volkstümlichen Liedern, Gedichten und Balladen. Aber auch >Gustav Schwab< mit seinen Sammlungen von deutschen Volksbüchern und den schönsten Sagen des klassischen Altertums die bis Heute lebendig geblieben sind, gehört dazu.

 

15.Die Renaissance in der deutschen Literatur

Der Begriff der Renaissance bezeichnet als historische Epoche den Ьbergang vom Mittelalter zur Neuzeit, der zwischen 1400 und 1600 stattfand. In kultureller Hinsicht meint er eine Wiederbelebung antiker Ideale in Literatur, Philosophie, Wissenschaft und besonders in der Malerei und der Architektur. Ihren Ursprung nimmt die Renaissance in Italien, wo es bereits weit entwickelte Stadtkommunen und ein selbstbewuЯtes Handelsbьrgertum gab.

Der Mensch der Renaissance wurde sich seiner Freiheit und seiner schцpferischen Mцglichkeiten bewuЯt, ja entdeckte sich erstmals als Individuum. Nach dem als "dunkel" und sinnenfeindlich empfundenen Mittelalter setzte sich ein dem Diesseits und natьrlicher Sinnlichkeit zugewandtes Lebensgefьhl durch. Dem theozentrischen, auf Gott bezogenen Weltbild wurde ein anthropozentrisches, auf den Menschen bezogenes, entgegengestellt. In den Wissenschaften vollzog sich die Abtrennung der Philosophie von der Theologie. Mit der wiederentdeckten Diesseitsfreude verbindet sich ein Denken, das auf Vernunft und Erfahrung basiert, so wie es der Humanismus formuliert hatte.

Literarische Formen

Schwank, Fastnachtspiel, Volksbuch, Meistersang, Helden-, Ritter- und Abenteuerroman, Fabel, Streitgespräche, Narrenliteratur

Schwank: bedeutet Streich oder lustiger Einfall und stammt vom mittelhochdeutschen Wort swanc. Der Schwank ist eine komische, belehrende manchmal auch groteske Erzählung einer lustigen Begebenheit.

Fastnachtspiel: ist eine frühe Form des späteren Dramas. Es bestand meist aus Streitszenen. Es wurde durch die Meistersinger zur Verspottung des dritten Standes, denn sie höhnten über die Dummheit der Bauern. Das Fastnachtspiel hatte eine belehrende Funktion: neben dem lustigen Spiel hatte es eine ernste, moralisierende Absicht. Außerdem sollte es politische und religiöse Ziele propagieren. Der bekannteste Vertreter der Fastnachtspiele ist Hans Sachs.

Volksbuch: verschiedene Gattungen von Texten, wie Sagen, Legenden, Gedichten, Balladen und Fabeln. Das Volksbuch verband Unterhaltung mit Lehrreichem. Der Begriff Volksbuch wurde von Herder erschaffen, und bezeichnete volkstümliche, lehrhafte Dichtungen. Z.B. Historia von D. Johann Fausten.

Meistersang: Der Meistersang entstand aus der Spruchdichtung und dem Minnesang. Die Meistersänger organisierten sich in Schulen. Der bekannteste von ihnen ist Hans Sachs aus Nürnberg. Der Meistersang bestand aus 3 Strophen, die ähnlich einem Minnelied aufgebaut waren: die ersten beiden Strophen bildeten den Aufgesang, die dritte den Abgesang.

16. Deutsche Volksbücher. Till Eulenspiegel.

Volksbuch ist eine von Joseph Görres und Johann Gottfried von Herder Ende des 18. Jahrhunderts eingeführte Bezeichnung für volkstümliche Schriften, in der Regel in Prosa verfasste und seit dem Mittelalter gelesene Historien. Darunter fallen alte Geschichten, romantische Abenteuer, volkstümliche Sagen, märchenhafte Legenden und Schwänke[1]. Ursprung sind zum Teil Ritterdichtungen,Minnelieder und örtliche Begebenheiten. Meist wurden ursprünglich gereimte Formen in Prosa aufgelöst, volkstümlich verfasst und verbreitet.

Ein neutralerer Begriff für das mit dem Wort Volksbuch zu erfassende Feld wäre „niederer Markt des Frühdrucks“. Weder spezifische Stoffe zeichnen die Titel dieses Marktes aus, noch eine einheitliche Herkunft. Die historische Produktion, die man im 19. Jahrhundert mit den „Volksbüchern“ problematischerweise nur zum Teil erfasste, bietet vor allem in Sprache, Typographie und Illustration ein typisches Design gegenüber Angeboten des gehobenen Buchmarkts. Sie wies mit diesem Design einen eigenen (sich zwischen 1450 und 1800 allerdings deutlich verändernden) Kundenanspruch auf.Berühmte Stoffe dieses Bereichs wurden mit späteren literarischen Adaptionen Charles De Costers und Johann Wolfgang Goethes die Geschichten Till Eulenspiegels und der Bericht über das Leben des Schwarzkünstlers Johann Faust.

Till Eulenspiegel war einSchalksnarr (Gaukler) und Titelheld eines mittelniederdeutschen Volksbuches. Insgesamt 95 kurze und kürzere Kapitel stellen das Leben des Ulenspiegels dar. Die Zählung geht bis zur 96. Historie, wobei es keine 42. Historie gibt. Insgesamt ist unsicher, wie viele der Kapitel in der nicht erhaltenen Urausgabe vorhanden waren; fest steht jedoch, dass einige der Geschichten nachträglich hinzugedichtet wurden.

Die ersten Kapitel beziehen sich auf Herkunft und Kindheit der Figur. In der neunten Geschichte verlässt Ulenspiegel seine Mutter, um auf seine lebenslangen Wanderungen zu gehen. Er geht verschiedensten Berufen nach, jedoch nur, um am Ende jeder Geschichte weiterzuziehen. Davon gibt es wenige Ausnahmen, wie beispielsweise der Pfarrer, bei dem Ulenspiegel auf seinen anfänglichen Reisen arbeitet, oder der König von Dänemark. Hier bleibt Ulenspiegel bis zum Tod des Königs (obwohl dies auch nur in einer einzelnen Historie erwähnt ist, kann man von einem weitaus längeren Zeitrahmen als in den übrigen ausgehen). In den letzten Historien (ab Hist. 90) wird Ulenspiegels Sterben und sein Tod geschildert.

17. Johann Wolfgang von Goethe war Staatsmann, Kunsthistoriker, Naturwissenschaftler, Dichter und gilt als der Universalgelehrte der Neuzeit. Als Literat war er führender Vertreter der Weimarer Klassik sowie der Sturm-und-Drang-Zeit. Genau in diesem Zeitraum entstanden auch die Urfassungen für seinen „Faust“ oder „Götz von Berlichingen“. Sein Roman „Wilhelm Meister Lehrjahre“ beeinflusste die Epoche der deutschen Klassik in großem Maße. Gleichzeitig war er als Naturwissenschaftler sehr einflussreich und formulierte die Goethesche Farbenlehre. Er stand in seinen Werken für die Verbindung von Literatur und Naturwissenschaft. Kritisch stand er der Schulphilosophie und der Logik gegenüber.

Dramen

§ Die Laune des Verliebten (Schäferspiel), verfasst 1768, im Druck 1806

§ Die Mitschuldigen (Lustspiel), begonnen 1769, im Druck 1787

§ Götz von Berlichingen mit der eisernen Hand (Schauspiel), 1773

§ Ein Fastnachtsspiel vom Pater Brey, 1774

§ Jahrmarktsfest zu Plundersweilern, (Farce), 1774

§ Hanswursts Hochzeit, (Farce), 1775

§ Götter, Helden und Wieland (Farce), 1774

§ Clavigo (Trauerspiel), 1774

§ Egmont (Trauerspiel), begonnen 1775, im Druck 1788. Neueste Ausgabe: S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2010. ISBN 978-3-596-90157-9

§ Erwin und Elmire (Schauspiel mit Gesang), 1775

§ Die Geschwister. Ein Schauspiel in einem Akt, 1776. Neueste Ausgabe: Dodo Press, Gloucester 2009. ISBN 978-1-4099-2326-8

§ Stella. Ein Schauspiel für Liebende, 1776. Neueste Ausgabe: Hamburger Lesehefte Verlag, Husum 2010. 978-3-87291203-9

§ Der Triumph der Empfindsamkeit (Eine dramatische Grille), verfasst 1777

§ Proserpina (Monodram), 1778/1779

§ Iphigenie auf Tauris (Drama), Prosafassung 1779, im Druck 1787. Neueste Ausgabe: Suhrkamp Verlag, Berlin 2011. ISBN 978-3-518-18903-0

§ Torquato Tasso (Drama), ab 1780, im Druck 1790. Neueste Ausgabe: S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2010. ISBN 978-3-596-90157-9

§ Faust. Ein Fragment, 1790

§ Der Groß-Cophta (Lustspiel), 1792. Neueste Ausgabe: Reclam-Verlag, Ditzingen 1989. ISBN 978-3-15-008539-4.

§ Der Bürgergeneral (Lustspiel), 1793

§ Faust. Eine Tragödie., ab 1797, im Druck unter diesem Titel zuerst 1808 erschienen. Neueste Ausgabe: Hamburger Lesehefte Verlag, Husum 2010. ISBN 978-3-87291-028-8

§ Mahomet der Prophet, Übersetzung und Bearbeitung einer Tragödie von Voltaire, 1802. Neueste Ausgabe: Das Arsenal, Berlin 2010. ISBN 978-3-931109-45-5

§ Die natürliche Tochter (Trauerspiel), 1803. Neueste Ausgabe: Reclam-Verlag, Ditzingen 1986. ISBN 978-3-15-000114-1

§ Pandora. Ein Festspiel, entstanden 1807/08, im Druck 1817. Neueste Ausgabe: Insel-Verlag, Frankfurt am Main 1992. ISBN 978-3-458-16345-9

§ Faust. Der Tragödie zweiter Teil.,


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